DEMENZ IST ANDERS Onlinesymposium 5
Bernhard Nauli
Bernhard Nauli
Mann mit Demenzdiagnose und Trauerredner
ein gutes leben mit demenz

Bernhard Nauli ist ein ehemaliger reformierter Pfarrer aus der Schweiz (Kanton Thurgau/Zürich) und Informatiker und er lebt mit der Diagnose Demenz. Nach jahrzehntelanger Tätigkeit in verschiedenen Kirchgemeinden wurde er Ende 2024 pensioniert. Er arbeitet weiterhin als Trauerredner und Speaker, setzt sich offen und engagiert für ein würdevolles Leben mit Demenz ein und teilt seine persönlichen Erfahrungen mit der Alzheimer-Diagnose.

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Was Dich in diesem Interview erwartet

Im Interview erzählt Bernhard Nauli offen von seiner Alzheimer-Diagnose, die er vor etwa einem Jahr erhielt. Er beschreibt die Diagnose als erwarteten, aber dennoch bewegenden Moment, der von gemischten Gefühlen wie Trauer, Zorn und Kreativität begleitet wird. Trotz der Diagnose lebt er aktiv, gestaltet T-Shirts mit humorvollen Botschaften und pflegt seine Hobbys wie Schreinerarbeiten.

Er kritisiert den oft unpersönlichen Umgang in der Medizin und fordert mehr Empathie im Arzt-Patienten-Kontakt. Sein Glaube gibt ihm Halt, und er spricht offen über seine Anmeldung bei Exit, ohne lebensmüde zu sein. Bernhard Nauli betont die intensive Nähe zu Menschen und die neue Kreativität, die die Demenz mit sich bringt. Seine Arbeit als Trauerredner und Speaker zeigt sein Engagement für ein würdevolles Leben mit Demenz.

zum hintergrund

Bernhard Nauli verkörpert eine bemerkenswerte Haltung im Umgang mit Demenz, die weit über die medizinische Diagnose hinausgeht. Als ehemaliger Pfarrer und Informatiker bringt er eine einzigartige Perspektive ein, die sowohl spirituelle Tiefe als auch pragmatische Lebensfreude verbindet. Seine Alzheimer-Diagnose vor etwa einem Jahr hat ihn nicht gebrochen, sondern zu einer neuen Lebensqualität geführt, die geprägt ist von Kreativität, Humor und intensiver zwischenmenschlicher Nähe. Nauli beschreibt, wie er trotz der Herausforderungen dieser Diagnose weiterhin predigt, künstlerisch tätig ist und handwerklich arbeitet – Tätigkeiten, die ihm Kraft und Sinn geben.
Seine Haltung ist geprägt von einem tiefen Glauben, der ihm Halt gibt und ihn vor Verzweiflung bewahrt. Er sieht das Leben als begrenzt, aber nicht als Ende, sondern als Teil einer größeren Ewigkeit, die ihn mit Zuversicht erfüllt. Besonders wichtig ist ihm der menschliche Kontakt, der in der medizinischen Versorgung oft zu kurz kommt. Er kritisiert den distanzierten Umgang vieler Ärzte, die mehr auf den Computer als auf den Menschen schauen, und plädiert für mehr Empathie und echte Gespräche.
Bernhard Nauli engagiert sich aktiv in Memo-Gruppen und begleitet Tagesstrukturen für Menschen mit Demenz, was seine tiefe Verbundenheit mit Betroffenen zeigt. Seine Offenheit, auch über kontroverse Themen wie die Anmeldung bei Exit zu sprechen, zeugt von großer Ehrlichkeit und dem Wunsch, selbstbestimmt mit der Demenz umzugehen. Gleichzeitig lebt er im Hier und Jetzt, schätzt die kleinen Freuden und die kreative Kraft, die ihm die Demenz nicht genommen hat. Seine Arbeit als Speaker und Trauerredner, etwa bei Beerdigungen von Menschen mit Alzheimer, zeigt seine Fähigkeit, das Thema Demenz mit Würde und Hoffnung zu verbinden.
Bernhard Naulis Lebensweg und seine Haltung sind eine Inspiration für alle, die mit Demenz leben oder sie begleiten – ein Aufruf, die Demenz nicht nur als Verlust, sondern auch als Chance für neue Erfahrungen und tiefere menschliche Verbindungen zu sehen.

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