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dr. michael wunder
Psychologe, psychotherapeut, ehem. Mitglied Deutscher Ethikrat
selbstbestimmung bei demenz
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Dr. Michael Wunder, geboren 1952, ist deutscher Psychologe und Psychotherapeut. Er war Mitglied der Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ im Deutschen Bundestag sowie langjähriges Mitglied im Deutschen Ethikrat und der Ethikkommission der Psychotherapeutenkammer Hamburg.
Seine Arbeit fokussiert sich auf Demenz, Selbstbestimmung und ethische Fragen am Lebensende. Auch im Bereich Palliativmedizin berät er die Alzheimer-Gesellschaft.
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Was Dich in diesem Interview erwartet
Im Interview betont Michael Wunder die Bedeutung der Selbstbestimmung bei Menschen mit Demenz, auch in fortgeschrittenen Stadien. Er widerspricht der verbreiteten Praxis, Betroffenen frühzeitig Entscheidungen abzunehmen, und fordert eine differenzierte Betrachtung, die auch einfache Entscheidungen als selbstbestimmt anerkennt. Wunder erläutert drei Kriterien für Selbstbestimmung: Wahlmöglichkeiten, Gründe für Entscheidungen und Ich-Bestimmtheit. Er plädiert für eine sensible Beobachtung aller Äußerungen und Aktivitäten von Menschen mit Demenz und warnt vor Angst und Verdrängung in der Gesellschaft. Sein Ansatz verbindet Würde und Selbstbestimmung als untrennbare Werte.
zum hintergrund
Die Philosophie von Michael Wunder basiert auf drei Kernkriterien für Selbstbestimmung: die Möglichkeit, zwischen Alternativen zu wählen, das Vorhandensein von Gründen für eine Entscheidung und die Ich-Bestimmtheit, also dass die Entscheidung vom Betroffenen selbst ausgeht. Er betont, dass Selbstbestimmung nicht immer „edel“ oder gesellschaftlich akzeptiert sein muss, sondern auch Entscheidungen einschließt, die anderen schaden könnten – wobei die Gesellschaft Grenzen setzt, wenn Schaden droht. Besonders in der späten Demenzphase plädiert Dr. Michael Wunder für eine feinfühlige Wahrnehmung aller Äußerungen – verbal, gestisch oder mimisch – und für eine respektvolle Begleitung durch geschulte Personen.
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