Jo Failer

Mann mit Demenzdiagnose, Vater, Autor, Journalist

Jo Failer

Jo Failer,
53 Jahre alt, war Sportreporter bei Sat.1 ran und ist heute Inhaber einer Kommunikationsagentur. 2024 erhielt er die Diagnose Alzheimer im Frühstadium. Er ist Autor des Buches „Ich denk nicht dran. Ein Vermächtnis zu Lebzeiten“ und engagiert sich im Beirat „Leben mit Demenz“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Jo Failer nutzt seine journalistische Erfahrung, um die Perspektive von Menschen mit Demenz sichtbar zu machen und Vorurteile abzubauen.

Philosophie und Ansatz

Jo Failer lebt mit der Diagnose Frühdemenz, die er 2024 im Alter von 51 Jahren erhielt. Für ihn ist diese Diagnose nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine neue Lebensweise, die ihn tief verändert hat. Er beschreibt, wie er Momente erlebt, in denen sein Geist „flackert“ und er die Realität nicht mehr vollständig erfassen kann. Diese Phasen sind für ihn keine Depression oder Burnout,
sondern Ausdruck der neurologischen Veränderungen. Trotz dieser Schwierigkeiten hat Jo Failer eine bemerkenswerte Gelassenheit entwickelt, die ihn im Hier und Jetzt verankert.
Er lebt oft bewusst im Moment, ohne sich von Sorgen über die Zukunft oder vergangene Verpflichtungen belasten zu lassen. Diese Präsenz empfindet er als Geschenk, das ihm hilft, die Krankheit anzunehmen und das Leben neu zu gestalten. Jo Failers Offenheit gegenüber seiner Erkrankung ist Teil seiner Philosophie. Er möchte nicht „einfach so verschwinden“, sondern seine Geschichte erzählen, um anderen Betroffenen Mut zu machen und die Gesellschaft für das Thema Demenz zu sensibilisieren. Seine Erfahrungen
zeigen, wie Demenz nicht nur Verlust bedeutet, sondern auch Raum für neue Einsichten und Lebensqualität schaffen kann. Jo Failer hat gelernt, mit den Einschränkungen umzugehen, ohne sich von ihnen definieren zu lassen.
Er ist Vater zweier kleiner Kinder, die ihm Kraft und Motivation geben. Seine Arbeit als Künstlervermittler und sein Engagement im Beirat „Leben mit Demenz“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zeigen, wie er seine Diagnose nutzt, um aktiv zu bleiben und einen Beitrag zu leisten. Sein Buch „Ich denk nicht dran. Ein Vermächtnis zu Lebzeiten“ ist ein weiteres Instrument, um die innere Sicht auf die Krankheit zu vermitteln und gesellschaftliche Tabus zu durchbrechen.
Jo Failers Haltung ist geprägt von einer tiefen Menschlichkeit und dem Wunsch, das Leben trotz der Diagnose in seiner Fülle zu erfahren. Er zeigt, dass Demenz nicht das Ende, sondern ein anderer Anfang sein kann – mit neuen Herausforderungen, aber auch mit neuen Chancen für Bewusstheit und Gelassenheit.
Zusammenfassung des Interviews
Im Interview berichtet Jo Failer offen über sein Leben mit Frühdemenz. Er beschreibt Momente des „Kopfflackerns“, in denen er die Realität nicht versteht, und gesteht, keine Strategien dagegen zu haben. Dennoch lebt er bewusst im Hier und Jetzt, was ihm Gelassenheit schenkt. Jo Failer spricht über die schwierige Phase nach der Diagnose, die auch familiäre Veränderungen mit sich brachte. Er betont, dass er die Krankheit akzeptiert und sich nicht von ihr definieren lässt. Sein Umgang mit
Demenz ist geprägt von Offenheit, Präsenz und dem Wunsch, anderen Mut zu machen.

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