

Dr. Raimund Klesse
Arzt, Psychotherapeut und Sterbehilfegegner
Dr. med. Raimund Klesse
ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH mit Spezialisierung auf Alterspsychiatrie. Er leitet seit 2004 die Alzheimer-Vereinigung Graubünden und ist Präsident der Hippokratischen Gesellschaft Schweiz. In seiner Praxis in Chur betreut er Menschen mit Demenz und setzt sich für deren Lebensqualität ein. Klesse kritisiert die Suizidhilfe bei Demenz und plädiert für angstfreie Begleitung.
Philosophie und Ansatz
Dr. med. Raimund Klesse widmet sein Leben der Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen. Er hat früh erkannt, dass Demenz nicht nur eine medizinische Herausforderung ist, sondern vor allem eine soziale und menschliche. Für ihn ist Demenz kein Grund, die Würde eines Menschen infrage zu stellen, denn diese ist inhärent und unverlierbar. Er betont, dass Menschen mit
Demenz, wenn sie von ihrem Umfeld verstanden und unterstützt werden, eine Lebensqualität erreichen können, die der anderer älterer Menschen gleichkommt. Dieses Verständnis prägt sein Engagement als Präsident der Alzheimer-Vereinigung Graubünden und der Hippokratischen Gesellschaft Schweiz.
Dr. med. Raimund Klesse widmet sein Leben der Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen. Er hat früh erkannt, dass Demenz nicht nur eine medizinische Herausforderung ist, sondern vor allem eine soziale und menschliche. Für ihn ist Demenz kein Grund, die Würde eines Menschen infrage zu stellen, denn diese ist inhärent und unverlierbar. Er betont, dass Menschen mit
Demenz, wenn sie von ihrem Umfeld verstanden und unterstützt werden, eine Lebensqualität erreichen können, die der anderer älterer Menschen gleichkommt. Dieses Verständnis prägt sein Engagement als Präsident der Alzheimer-Vereinigung Graubünden und der Hippokratischen Gesellschaft Schweiz.
Raimund Klesse sieht die Angst vor Demenz als Hauptursache für gesellschaftliche Vorurteile und die Forderung nach assistiertem Suizid. Er warnt davor, Demenz als unentrinnbares Leid zu betrachten und stattdessen Menschen mit Demenz von unnötigen Ängsten zu befreien. Seine Haltung basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Alterspsychiatrie und der Begleitung von Betroffenen in Klinik und Praxis. Dabei ist ihm wichtig, Angehörigen Wissen und Werkzeuge an die Hand zu geben, um die
Herausforderungen der Demenz zu meistern.
Ein zentrales Element seiner Arbeit ist die Vermittlung, dass der Mensch mit Demenz "immer Recht hat" – ein Satz, der vielen Angehörigen hilft, ihr Verhalten zu verändern und Konflikte zu vermeiden. Klesse zeigt, wie durch Verständnis und Anpassung des Umfelds ein harmonisches Zusammenleben möglich wird, trotz der kognitiven Veränderungen. Er kritisiert die Debatte um den assistierten Suizid bei Demenz scharf. Aus Sicht eines Psychiaters, der sich mit Suizidalität beschäftigt, ist der Begriff „Freitod“ irreführend, da Suizid selten wirklich frei ist. Vielmehr sei er Ausdruck von Verzweiflung und Angst.
Raimund Klesse verweist auf die Suizidforschung, die zeigt, dass Menschen nach Überwindung der Krise meist keine weiteren
Suizidversuche unternehmen. Sein Engagement für eine menschenwürdige Begleitung bis zuletzt steht im Gegensatz zu einer
Gesellschaft, die oft Angst vor Abhängigkeit und Hilfsbedürftigkeit hat. Klesse fordert eine gesamtgesellschaftliche Haltung, die Verantwortung übernimmt und Vertrauen stärkt. Er sieht in der Demenzbetreuung eine Chance, Menschlichkeit und Solidarität zu leben – weit über die medizinische Versorgung hinaus.
Gesellschaft, die oft Angst vor Abhängigkeit und Hilfsbedürftigkeit hat. Klesse fordert eine gesamtgesellschaftliche Haltung, die Verantwortung übernimmt und Vertrauen stärkt. Er sieht in der Demenzbetreuung eine Chance, Menschlichkeit und Solidarität zu leben – weit über die medizinische Versorgung hinaus.
Zusammenfassung des Interviews
Im Interview beschreibt Dr. med. Raimund Klesse seinen Weg vom jungen Oberarzt zur erfahrenen Fachkraft in der Demenzbetreuung. Er betont, dass Demenzbetroffene trotz kognitiver Einschränkungen eine hohe Lebensqualität erreichen können, wenn ihr Umfeld sie versteht. Klesse hebt hervor, wie wichtig es ist, Angehörige zu schulen und auf die veränderte Lebenswelt vorzubereiten. Er kritisiert die Forderung nach assistiertem Suizid bei Demenz als Ausdruck von Angst und falschen Vorstellungen. Stattdessen plädiert er für eine angstfreie Begleitung und eine Gesellschaft, die Verantwortung übernimmt und Würde bewahrt.
Im Interview beschreibt Dr. med. Raimund Klesse seinen Weg vom jungen Oberarzt zur erfahrenen Fachkraft in der Demenzbetreuung. Er betont, dass Demenzbetroffene trotz kognitiver Einschränkungen eine hohe Lebensqualität erreichen können, wenn ihr Umfeld sie versteht. Klesse hebt hervor, wie wichtig es ist, Angehörige zu schulen und auf die veränderte Lebenswelt vorzubereiten. Er kritisiert die Forderung nach assistiertem Suizid bei Demenz als Ausdruck von Angst und falschen Vorstellungen. Stattdessen plädiert er für eine angstfreie Begleitung und eine Gesellschaft, die Verantwortung übernimmt und Würde bewahrt.
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