Manfred Fischer

Manfred Fischer

"Diagnose Demenz! - Ein Sprung ins kalte Wasser.
Woher Informationen nehmen, um die Krankheit zu bremsen?
Man fühlt sich trostlos in der Weite einer Wüste.

Doch der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Es wird oft auf das Schwert des Geistes und des Glaubens vergessen.
Als Mathematiker habe ich zuerst Statistiken ausgewertet und dann begonnen das Gehirn zu studieren – eine gute Vorsorgemöglichkeit gegen Demenz!

In 13 Jahren der Betreuung und Pflege meiner Frau Karin entstanden 21 Therapien, die halfen, die Krankheit zu bremsen, erträglich zu machen, meine Frau am Leben teilhaben zu lassen und unter Anwendung der Psychoneuroimmunologie und Aktivierung der Selbstheilungskräfte viele unbeachtete Aspekte einzubeziehen. Die Musik spielte dabei eine ganz besondere Rolle. Egal ob gespielt, gehört oder getanzt.

Das Pflegemotto „Täglich ein Glücksgefühl“ ließ mich kreativ bleiben. Denn: Gefühle werden nicht dement!"

Am Ende einer langen gemeinsamen Reise starb Karin Fischer Anfang 2023 nach einer kurzen heftigen Krankheit. Für den Salzburger Manfred Fischer hat sich durch seine sehr aktive Auseinandersetzung mit der Demenz sein Leben komplett verändert. "Ich gehe heute viel mehr auf andere Menschen zu, " sagt er. "Das habe ich der Demenz meiner Frau zu verdanken, die Dinge in mir geweckt hat, die ich nicht mal erahnen konnte."

Seit einigen Jahren hält er auch überregional Vorträge über das Thema Demenz und Möglchkeiten, besser und liebevoller mit der Situation umzugehen. Sich selbst zuliebe und dem Anderen.

Dieses Interview entstand im Rahmen des ersten DEMENZ IST ANDERS Onlinesymposiums im Herbst 2021.

 

4 Kommentare

  • Gundula

    Herzlichen Dank für die vielen Informationen und die Offenheit. Eine sehr hilfreiche Kombination aus emotionalen und sachlichen (medizinischen) Inhalten. Ich habe viel daraus mitgenommen, was ich in unsere Situation einbringen werde.

  • Kris

    Ich staune wieder einmal, wie viele Möglichkeiten Menschen finden, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, wenn es in ihr Leben tritt. Herr Fischer bezeichnet es als „Glück“, dass behandelnde Ärzte die Ergebnisse seiner Recherchen und Überlegungen einbezogen haben (Anästhesie). Ich bin ein großer Freund von individualisierter Medizin. Bei der Umsetzung spielt die Finanzierung natürlich wieder eine große Rolle, aber auch die Ausbildung der Ärzt:innen und wieviel Verantwortung ich als Individuum bereit bin zu übernehmen. Ich wünsche mir, es nicht als „Glück“ empfinden zu müssen, wenn ich mir eine Behandlung nicht überstülpen lassen muss, sondern meine – vielleicht besonderen – Umstände und Wissen selbstverständlich mit in die Behandlung einfließen.

  • Maria

    So ein berührender Beitrag! Mit sehr vielen alltagstauglichen Tipps und Hilfsmitteln, nein, Therapien! Ich bewundere Herrn Fischer für seine bedingungslose Liebe zu seiner Frau und den Einsatz und der Entwicklung und Erweiterung seiner ganzen Kreativität. Er hat sein Leben (und das seiner Frau) mit Haut und Haaren angenommen. Ich habe grösste Hochachtung vor ihm.
    Herzlichen Dank für diesen Beitrag, Herr Hagedorn!

  • Tamara Winkler

    ein wirklich Aufschlussreiches und interessantes Interview👍

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