

Manfred Heigl
Mann mit Demenzdiagnose, Mitglied des Beirats der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

ursprünglich aus Oberbayern, erhielt 2020 im Alter von etwa 52 Jahren die Diagnose Alzheimer. Trotz der frühen Diagnose blieb er aktiv, engagiert sich in der Alzheimer Gesellschaft Hamburg, im Beirat der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und nutzt seine Erfahrungen, um offen über das Leben mit Demenz zu sprechen. Manfred Heigl betont, dass Menschen mit Demenz noch viel können und sieht die Demenz als „ungewolltes Geschenk“.
𝗭𝘂𝗺 𝗛𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗴𝗿𝘂𝗻𝗱
Er verkörpert eine bemerkenswerte Haltung im Umgang mit der Alzheimer-Diagnose, die er 2020 im Alter von etwa 52 Jahren erhielt. Für ihn ist die Demenz kein bloßes Schicksal, sondern ein „ungewolltes Geschenk“, das er mit sich trägt – eine Perspektive, die Mut macht und zum Nachdenken anregt. Trotz der schweren Momente, die er nicht beschönigt – „manchmal habe ich keinen Bock mehr“ – zeigt er eine beeindruckende Offenheit und Ehrlichkeit. Diese Authentizität macht seine Botschaft kraftvoll: Menschen mit Demenz sind nicht nur Opfer ihrer Diagnose, sondern besitzen noch viele Fähigkeiten und Lebensfreude.
Manfred Heigl lebt in Hamburg, wohin ihn die Arbeit führte, und ist dort ein aktives Mitglied der Alzheimer Gesellschaft. Er schätzt die Gemeinschaft und den Austausch mit Gleichbetroffenen, die ihm Halt geben. Sein Alltag ist geprägt von kleinen Ritualen, wie seiner fast täglichen Fahrt zur Alzheimer-Gesellschaft, auch wenn dort die Türen zu sind, die ihm Orientierung und Freude schenkt. Dabei nutzt er moderne Technik wie die 360-Grad-App, die ihm und seiner Familie Sicherheit bietet, auch wenn er mit der Bedienung manchmal kämpft. Seine Erfahrungen zeigen, wie Demenz die Sensibilität steigert – ein Aspekt, der oft übersehen wird.
Er beschreibt, wie er emotional feiner wahrnimmt, was ihn und seine Umwelt berührt. Gleichzeitig gesteht er ein, dass die Diagnose auch zu Frustration und Aggression führen kann, die er als „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ erlebt. Diese ehrliche Darstellung menschlicher Schwächen macht seine Botschaft glaubwürdig und nahbar. Früher war Manfred Heigl Fußballtrainer, eine Rolle, die seine Leidenschaft für den Sport widerspiegelt. Heute sieht er Sport und geistige Übungen als wichtige Elemente, um Körper und Geist zu stärken, auch wenn er zugeben muss, nicht immer motiviert zu sein. Seine Haltung ist geprägt von einem tiefen Verständnis für die Herausforderungen, die Demenz mit sich bringt, und einem starken Willen, das Leben trotz allem aktiv zu gestalten.
Leidenschaftlich spricht er über gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und verbindet seine persönliche Geschichte mit einem größeren Kontext. Er erinnert daran, dass Demenz jeden treffen kann und dass Empathie und Sensibilität im Umgang mit Betroffenen entscheidend sind. Seine offene Art, die Höhen und Tiefen seines Lebens mit Alzheimer zu teilen, macht ihn zu einem wichtigen Fürsprecher für Menschen mit Demenz – ein Vorbild, das zeigt, wie man mit Würde und Mut eine schwere Diagnose annehmen kann.
𝗭𝘂𝘀𝗮𝗺𝗺𝗲𝗻𝗳𝗮𝘀𝘀𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝘀 𝗜𝗻𝘁𝗲𝗿𝘃𝗶𝗲𝘄𝘀
Im Interview berichtet Manfred Heigl offen über seine Alzheimer-Diagnose von 2020 im Alter von etwa 52 Jahren. Er beschreibt die Herausforderungen des Vergessens, die emotionalen Schwankungen und den Umgang mit Stress. Trotz der Diagnose bleibt er aktiv, besucht regelmäßig die Alzheimer Gesellschaft Hamburg und nutzt Technik wie die 360-Grad-App zur Orientierung. Früher war er Fußballtrainer und sieht Sport als wichtigen Ausgleich. Manfred Heigl betont, dass Demenz nicht nur Einschränkung bedeutet, sondern auch Sensibilität und Lebensfreude fördern kann.
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