

Sonja Traxel
Demenzexpertin, pflegende Angehörige, Speakerin
Interview
Trailer
Sonja Traxel
ist systemische Coachin, Dozentin und Referentin der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg. Sie leitet eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz. Durch die Demenzdiagnose ihrer Mutter wurde sie persönlich mit dem Thema konfrontiert. Neben ihrer Arbeit hält sie Vorträge zu Selbstfürsorge, Empathie und Kommunikation, um Demenz aus der Tabuzone zu holen und Angehörigen Mut zu machen.
Philosophie und Ansatz
Sonja Traxel verbindet in ihrer Arbeit persönliche Erfahrung mit professionellem Coaching und systemischem Denken. Die Diagnose ihrer Mutter, die mit einer vaskulären Demenz mit Alzheimer-Anteilen lebt, hat ihr Leben tiefgreifend verändert. Sie erlebte hautnah, wie Demenz nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Familien herausfordert – mit emotionalen Belastungen, Pflegeaufgaben und sozialen Veränderungen. Dabei wurde ihr bewusst, dass jeder Demenzverlauf einzigartig ist, mit individuellen Symptomen und Bedürfnissen. Dieses Verständnis prägt ihren Ansatz: Sie sieht Demenz nicht nur als Krankheit, sondern als einen Prozess, der Empathie, Geduld und neue Kommunikationswege erfordert.
Sonja Traxel betont, wie wichtig es ist, die Gefühle der Betroffenen zu erkennen und wertzuschätzen, denn trotz kognitiver Verluste bleiben Bedürfnisse und Emotionen präsent. Ihre Seminare und Vorträge, etwa „Plötzlich ist alles anders“, vermitteln Angehörigen Strategien zur Selbstfürsorge und stärken ihre Fähigkeit, mit den Herausforderungen umzugehen. Sie nutzt dabei auch das Konzept der Validation, das den Zugang zu Menschen mit Demenz über Gefühle öffnet und die Verbindung stärkt. Sonja Traxel möchte das Tabu rund um Demenz brechen und zeigt, wie Angehörige durch Verständnis und Offenheit neue Wege finden können, um mit der Diagnose zu leben.
Ihre Arbeit ist geprägt von der Überzeugung, dass Demenz auch eine Chance für Bewusstseinsentwicklung und menschliche Nähe bietet. Die persönliche Betroffenheit macht sie zu einer authentischen und einfühlsamen Begleiterin, die Angehörigen Mut macht, die oft einsame und belastende Situation zu meistern. Dabei ist ihr wichtig, dass Menschen mit Demenz in ihrer Würde und Individualität wahrgenommen werden – auch wenn sich ihr Bewusstsein verändert. Sonja Traxel lebt nahe bei ihrer Mutter, was ihr ermöglicht, die Pflege und Begleitung aktiv mitzugestalten. Sie beobachtet, wie Menschen mit Demenz trotz Einschränkungen oft eine tiefe emotionale Verbundenheit zeigen, etwa durch Humor oder Zuneigung zu Kindern und Tieren. Diese Erkenntnisse fließen in ihre Arbeit ein und machen sie zu einer wichtigen Stimme im Bereich Demenzhilfe und Angehörigenunterstützung.
Zusammenfassung des Interviews
Sonja Traxel berichtet im Interview offen von der Demenz ihrer Mutter und den Herausforderungen, die daraus entstanden sind. Sie schildert den langsamen Verlauf nach der Diagnose, den plötzlichen Schub durch eine Hirnblutung und die anschließende Pflegebedürftigkeit. Die Mutter lebt seit drei Jahren im Pflegeheim, wo sie trotz Demenz eine gute Betreuung erfährt. Sonja Traxel hebt die Individualität innerhalb der Demenz hervor: Ihre Mutter hat eine Mischform aus vaskulärer Demenz und Alzheimer, ihr Partner ebenfalls Demenz, aber mit anderem Verlauf. Sie beschreibt die emotionale Belastung für die Familie, insbesondere für ihren Bruder, und die Bedeutung von Nähe und guter Betreuung. Außerdem betont sie, wie wichtig es ist, die Gefühle der Betroffenen zu verstehen und mit ihnen über Emotionen zu kommunizieren. Sie sieht in der Demenz auch eine Chance für Bewusstseinsarbeit und persönliche Entwicklung. Ihr Ziel ist es, das Thema Demenz zu enttabuisieren und Angehörigen Mut zu machen.
Sonja Traxel berichtet im Interview offen von der Demenz ihrer Mutter und den Herausforderungen, die daraus entstanden sind. Sie schildert den langsamen Verlauf nach der Diagnose, den plötzlichen Schub durch eine Hirnblutung und die anschließende Pflegebedürftigkeit. Die Mutter lebt seit drei Jahren im Pflegeheim, wo sie trotz Demenz eine gute Betreuung erfährt. Sonja Traxel hebt die Individualität innerhalb der Demenz hervor: Ihre Mutter hat eine Mischform aus vaskulärer Demenz und Alzheimer, ihr Partner ebenfalls Demenz, aber mit anderem Verlauf. Sie beschreibt die emotionale Belastung für die Familie, insbesondere für ihren Bruder, und die Bedeutung von Nähe und guter Betreuung. Außerdem betont sie, wie wichtig es ist, die Gefühle der Betroffenen zu verstehen und mit ihnen über Emotionen zu kommunizieren. Sie sieht in der Demenz auch eine Chance für Bewusstseinsarbeit und persönliche Entwicklung. Ihr Ziel ist es, das Thema Demenz zu enttabuisieren und Angehörigen Mut zu machen.
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14 Kommentare
Das Interview ist bei mir nicht freigeschaltet 🙄
Bei mir leider auch nicht🥸
Mea culpa – heute ließ mich das Internet im Stich und dann lief noch einiges anderes quer. Deshalb kommt der Beitrag mit Sonja heute später. Ich vermute, dass er gegen 20:00 Uhr spätestens verfügbar sein wird.
Danke für Euer Nachfragen und fürs Verständnis.
Michael
Bei mir auch nicht
Danke, für all die Bemühungen und Interessanten Beiträge bis jetzt.
Sehr wertvoll!
Schade, ich hatte es 20.27 Uhr kurz auf dem Schirm aber nur mit Musik unterlegt.
Jetzt ist es leider nicht auffindbar.
Ich finde die Beiträge so wertvoll und hätte es gerne auch angeschaut.
Liebe Grüße, hoffe dass es Morgen besser klappt. Ursula
Es ist 22:30, kein Video
Liebe/r Anonym und alle Wartenden,
leider reiht sich heute bezüglich dieses Beitrags eine technische Herausforderung an die andere, sodass das Video erst ab morgen früh zur Verfügung steht, dann aber natürlich auch für 24 Stunden.
Danke fürs Verständinis!
Michael Hagedorn
Ist OK also morgen anschauen, entschuldige habe Namen vergessen, Anonym = Josef
Lieber Josef, ja bitte. Das Interview ist sehr schön und lohnt sich. Schönen Abend!
Lieber Michael
Erstmals ganz herzlichen Dank für all die bisherigen Interviews.
Viele Aussagen Deiner Interview-PartnerInnen haben mich berührt und beeindruckt, mich reflektieren lassen und mich in meinem Tun, bei meiner Arbeit und im privatem Umfeld, bestärkt.
Danke, Michael, für Deine wertvolle Arbeit, Danke für die empathische Gesprächsführung mit all Deinen Gästen.
Irma
Ich habe mich teils wieder erkannt, war 11 Jahre ehrenamtlich im Demenzkompetenzzentrum tätig, seit 2013 Vorständin bei der Alzheimer Ges. Rhl.-Pfalz und bin für die Beratungen und Selbsthilfegruppen zuständig.
War in der Familie mehrfach betroffen. Gefühle werden nicht dement…
Das war sehr interessant, vielen lieben Dank!
sehr wertvoll und wichtig für mich mehr über die Wichtigkeit von Gefühlen und Bedürfnissen der Menschen mit Demenz zu erfahren.
Insgesamt ein sehr ansprechender Beitrag von diesem onlinesymposium. Danke!!!