

Stephani Maser
Validationsmasterin, Ergotherapeutin und Supervisorin
Stephani Masers Arbeit mit Menschen mit Demenz ist geprägt von einer tiefen Wertschätzung und einer Haltung, die den Menschen in seiner Ganzheit sieht – jenseits von Diagnosen und Etiketten. Validation, die Methode nach Naomi Feil, die sie als Validationsmasterin beherrscht, ist für sie mehr als eine Technik: Es ist eine Haltung des Einfühlens und Verstehens, das „Gehen in den Schuhen des Anderen“. Diese Haltung fordert dazu auf, die Lebensgeschichte, Gefühle und Bedürfnisse der Betroffenen anzuerkennen und sie in ihrer aktuellen Realität zu begleiten. Stephanis Ansatz widersetzt sich der reduzierenden Sichtweise, Menschen mit Demenz als verloren oder ohne Persönlichkeit zu betrachten. Stattdessen sieht sie sie als Menschen, deren Persönlichkeit sich verändert, aber nicht
verschwindet – oft treten frühere Persönlichkeitsanteile hervor, die bisher verborgen waren.
Zusammenfassung des Interviews
Im Interview erzählt Stephani Maser von ihrem Weg zur Ergotherapeutin und Validationsmasterin, der sie über 30 Jahre in die Demenzarbeit führte. Validation beschreibt sie als wertschätzende Haltung, die den Menschen mit Demenz in seiner aktuellen Realität annimmt und ihn „in seinen Schuhen“ begleitet. Sie betont, dass Menschen mit Demenz ihre Persönlichkeit nicht verlieren, sondern sich verändern und oft frühere Persönlichkeitsanteile zeigen. Echtheit und Offenheit im Umgang sind ihr wichtig, auch für Angehörige, die oft mit Trauer und Veränderung kämpfen. Masers Fortbildungen vermitteln diese Haltung praxisnah und stärken Pflegekräfte und Familien.
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6 Kommentare
Ein sehr gelungenes Interview!
Ich freue mich, dass Stephani die Möglichkeit hatte, in diesem Forum über die Methode Validation nach Feil zu sprechen. Stephani, Du machst so einen coolen Job und bist mir persönlich Inspiration und Unterstützerin.
Ihr hättet noch so viele Themen gehabt, über die es sich lohnt zu sprechen. So z.B . die Community. Zu erreichen über die Homepage von AVA Demenz g GmbH Schaut rein, lohnt sich in die Gruppe zu kommen 😉
Schönes Interview, hat mich an eine Situation mit meinem Vater erinnert, der vor seinem Tod traurig war und meinte er müsse noch so viele Pakete auspacken. Schaut mich an und ich sage: öffne eins nach dem anderen, dann wird es nicht so schwer…
Was für ein beeindruckendes und lebendiges Interview! Ich habe viel gelernt über Validation, nicht zuletzt wegen der bewegenden Schilderung im Rahmen konkreter Beispiele.
Herzlichen Dank für diesen berührenden und sehr informativen Beitrag. Ich wünsche Ihnen alles Gute und weiterhin viel Erfolg bei Ihrem wertvollen Engagement.
Herzensdank für dieses offene, intensive Gespräch. Als begleitende Angehörige (1957) für die an Demenz erkrankte Mutter (1939) hilft es mir, mich tiefer mit den uns prägenden Glaubenssätzen, die auf das Funktionieren – nicht auf das Mitfühlende – ausgerichtet waren, zu befassen.
Ich kann mich dem anonymen Kommentar nur anschließen.
Es tut so gut, dass es solche Menschen gibt, die uns anhand von Beispielen helfen und uns im Verhalten im Alltag mit unseren Erkrankten stärken und uns Mut machen.
So wichtig, so gut und eindrücklich erzählt, Validation nach Feil ist so hilfreich, unterstützend, wertschätzend, den Menschen und seine Lebensgeschichte ehrend.
Danke für das spannende Interview!